METHODEN IM DETAIL - RIT ReflexIntegrationsTraining

Aus der Erfahrung kommen Kinder in ein RIT-Training mit folgenden Themen:

  • Lese-, Rechtschreib- und/oder Rechenschwäche

  • Konzentrationsprobleme

  • Hyperaktivität

  • Schlechte Körperkoordination

  • Mangelnde Impulskontrolle

  • Fein- und / oder grobmotorische Schwächen


Die Reflexintegration arbeitet an den Wurzeln und schafft so das Fundament für die Nach-Reifung und Entwicklung im Gehirn und damit die Grundlage für erfolgreiches Lernen und altersgerechtes Verhalten.

Behandlungsdauer:  6 – 12 Monate jeweils 1 x pro Monat Sitzung in der Praxis
Übungen zuhause täglich 10 – 15 Minuten mit der Unterstützung der Eltern.

Kommt Dir bei den folgenden Beispielen etwas bekannt vor?

Tom

rutscht und kippt ständig vom Stuhl.

Die Lehrerin hat Tom schon x-mal ermahnt ruhig zu sitzen, doch dies gelingt ihm einfach nicht.

 

Tom kann sich nur schwer auf etwas konzentrieren und spürt eine ständige Unruhe in sich.

Lena

hält den Stift verkrampft.

Das Blatt liegt quer vor ihr, die Schriftrichtung verläuft eher von unten nach oben.

 

Der Lehrer hat Lena schon oft gebeten gut leserlich zu schreiben, doch dies fällt ihr sehr schwer.

 

Lena muss oft den Kopf aufstützen, da das Sitzen am Pult sie schnell ermüdet.

René

ist oft wütend.

Seine Mitschüler haben teilweise Angst vor ihm, da er schnell aggressiv werden kann.

Das Lesen bereitet René grosse Mühe und er kneift oft die Augen zusammen. Der Augenarzt stellt jedoch keine Auffälligkeit fest.

 

Seine Sinne sind geschärft, er hört z.B. auch weitentfernte Pieptöne, wenn ein Lastwagen rückwärts fährt.

Leidet Dein Kind an Dyslexie, Legasthenie oder Dyskalkulie? Ist Dein Kind oft zappelig und kann sich nur sehr schwer konzentrieren? Mag es keine lauten Geräusche oder grosse Menschenmengen? Hat es eine schlechte Haltung beim Sitzen und muss immer den Kopf aufstützen? Das Lesen strengt unglaublich an und die Buchstaben werden oft verdreht? Dann könnte es sein, dass bei Deinem Kind einer oder auch mehrere frühkindlichen Reflexe noch aktiv sind.

Jeder Mensch entwickelt bereits im Mutterleib genetisch festgelegte Bewegungsmuster, diese sind unter anderem auch Voraussetzung für eine reibungslose Geburt. Die bereits angelegten Gehirnstrukturen müssen verknüpft werden durch sogenannte Synapsen. Hierfür benötigen die Kinder die Reflexe mit ihren sich ständig wiederholenden Bewegungsmustern, diese haben die Aufgabe den Reifungsprozess im Gehirn des Kindes zu steuern. Im ersten Lebensjahr muss die Muskelspannung aufgebaut werden, damit sich das Kind aufrichten, stehen und gehen und seinen Kopf ausbalancieren kann.

Im normalen Entwicklungsverlauf bilden sich die frühkindlichen Reflexe wieder zurück, sobald die dazugehörige Gehirnverbindung stabil besteht. Nun kann es aber durch Probleme in der Schwangerschaft, bei der Geburt oder beim Aufrichtungsprozess geschehen, dass die normale Rückbildung und Integration der Abläufe gestört wird. Das bedeutet, dass die Reflexe immer noch aktiv sind und fortwährend ins System funken. Sie rauben dem Kind Energie, die eigentlich für das Lernen genutzt werden sollte. Der Körper ist ständig damit beschäftigt, den Reflex zu kompensieren oder auszugleichen.

Ist beispielsweise der Tonische Labyrinth-Reflex noch aktiv hat das Kind oftmals Schwierigkeiten mit dem Gleichgewicht und der Orientierung. Die Koordination und das Einschätzen von Distanzen stellen für diese Kinder eine Herausforderung dar. Auch ist es ihm schwer möglich Ordnung zu halten oder logische Reihenfolgen zu bilden. Folglich bereitet es ihm Mühe grammatikalisch richtige Sätze zu formen und die Buchstaben in die richtige Reihenfolge zu bringen. Die Kinder beschreiben es jeweils so, als tanzen beim Lesen die Buchstaben vor ihnen auf dem Blatt.

Hier setzt das Reflexintegrationstraining an. Zuerst wird in einem umfassenden Fragebogen und anhand eines speziellen Tests der neuromotorische Entwicklungsstand  des Kindes erfasst. Daraufhin wird in einem hocheffizienten Bewegungsprogramm durch aktive und passive Bewegungsübungen das Nachreifen des zentralen Nervensystems angeregt.  Durch taktile oder akustische bilaterale Stimulierung über Kopfhörer werden die Übungen begleitet und die Hirnreifung unterstützt. So können die Entwicklungsverzögerungen aufgeholt und die neuronale Schulreife erreicht werden, die bis dahin verhindert wurde.

Das RIT-Training dauert zwischen 6-12 Monate und dabei findet ca. alle 4-5 Wochen eine Übungssitzung in der Praxis statt. Dabei werden die noch vorhandenen aktiven Reflexe überprüft und integriert. Jedes Mal erhält das Kind zudem unkomplizierte Übungen, die es zuhause machen muss. Der tägliche Zeitbedarf hierfür beträgt 10 – 15 Minuten und eine Unterstützung der Eltern ist dabei zwingend erforderlich. Die erstaunlich schnellen Verbesserungen motivieren das Kind meist derart, dass es gerne und freiwillig die jeweiligen Übungen absolviert und es geniesst zudem die Aufmerksamkeit der Eltern.

 

Übrigens das RIT Programm eignet sich ebenfalls hervorragend für Sportler oder Eltern, die ihre eigene Konzentrations- und Koordinationsfähigkeit steigern möchten.
 

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